Milford Sound. Der wohl bekannteste Sound in Neuseeland! Spektakuläre Landschaften, schneebedeckte Berge und eine einzigartige Natur. Das ist zumindest das, was mir viele über den Milford Sound erzählt haben. Und alleine die Fahrt dort hin soll ja bereits ein absoluter Wahnsinn sein. Und deshalb führ natürlich auch für mich kein Weg daran vorbei diese Perle Fjordlands zu besuchen. Und das schönste dabei: Ich bin nicht mehr alleine! Alex ist mittlerweile angekommen und hat mich begleitet!

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Milford Sound

Nach einigen Tagen in Manapouri mit diversen Wanderungen wie beispielsweise einem Teil des Keppler Track oder auch dem Manapouri Circle Track war es nun an der Zeit weiter zu ziehen. Noch tiefer nach Fjordland hinein und den berühmten Milford Sound zu besuchen. Ich habe viele Erzählungen über den Milford gehört und jeder war absolut begeistert!

Von Manapouri geht es 20 Kilometer nach Te Anau – dem Ausgangspunkt für den Weg zum Milford Sound. Mit an Bord: 2 Paar Schneeketten, denn der Pass war in den letzten Tagen zwischendurch gesperrt und wer ohne Schneeketten erwischt wird zahlt eine milde Strafe. 500$. Das muss ja nicht sein, also haben wir uns von unserem Hostelinhaber Jimmy einfach welche geliehen!

Video: Milford Sound

Fjordland ist grundsätzlich wunderschön, aber je weiter man hinein fährt umso wahnsinniger wird es! Wir haben uns am Visitor Center in Te Anau noch eine Karte besorgt und geschaut, was man unterwegs alles machen kann. Der Weg von Te Anau bis zum Milford Sound ist 150km lang und dauert, wenn man ihn durch fährt, mehr als 2 Stunden. Aber wer bitte kann denn da einfach durch fahren?

Wir auf jeden fall waren noch keine 20 Kilometer unterwegs und haben schon so ungefähr 10 Stops gemacht, weil es immer irgendwas zum ansehen, bestaunen und fotografieren gibt. Berge, Seen, Berge, Berge…

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Auf dem Weg zum Milford Sound

Unser erster geplanter und auch längerer Stop war dann im Eglinton Valley. Im Prinzip MUSS man hier anhalten und kann gar nicht weiter fahren, weil man aus einem Waldstück heraus kommt und dann dieses riesige Tal wie eine Steppe vor einem liegt und ringsum von den Bergen eingezäunt wird. Ein absolut unwirklicher Anblick, der Alex dann zum spontanen Hüpfen angeregt hat. Da habe ich mal mit gemacht…

Jump

Weiter ging es zu den Mirror Lakes. Wenn es absolut windstill ist, bekommt man hier wohl ein schönes Bild mit den gespiegelten Bergen im See. Das war uns zwar leider nicht vergönnt, aber einige Bilder haben wir trotzdem gemacht.

Key Summit – Routeburn Track

Der größte Stop des Tages war am Routeburn Track. Hier wollten wir zum Key Summit laufen. So zumindest der Plan. Allerdings hatten wir schon sehr früh starke Zweifel, ob wir es bis zum Gipfel schaffen werden, weil schon die ersten Meter schneebedeckt waren. Wir haben gesagt, dass wir es einfach so weit versuchen, wie es vernünftig ist und sind schließlich dann doch oben am Gipfel angekommen. Und wenn man sich die Bilder anschaut (und hier wird es irgendwann noch ein extra Video geben…), dann weiß man, dass es die Plackerei absolut wert war

Der Aufstieg war zwar voller Schnee, aber nicht allzu steil und sehr gut ausgebaut. Wir sind am zweiten Tag zum Lake Marian hochgestiegen (dazu später mehr) und beide Wanderungen dauern in etwa 3 Stunden hin und zurück. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich auf jeden Fall immer den Key Summit laufen. Wirklich eine tolle Wanderung!

Weiter ging es durch den Homer Tunnel in Richtung Nachtlager. Aber bevor wir dort am Tunnel ankamen, hatte Alex wohl sein persönliches Highlight unseres gesamten Milford Ausflugs!

Keas

Keas? Genau. Keas. Das sind Papageie und wie man so sagt die wohl schlauesten Vögel der Welt. Grün, groß und mit dem absoluten Schalk im Nacken hüpfen sie komplett ohne Scheu um dich herum und hoffen, dass du ihnen Futter gibst. Aber das sollte man auf keinen Fall tun, denn wenn man das macht dann sagen sie es ihren Freunden und die sagen es auch ihren Freunden und…naja. Was daran jetzt dumm ist? Dass diese Keas nicht nur lustig, sondern vor allem super zerstörerisch sind. Wenn man da nicht aufpasst, dann ziehen die alle Gummidichtungen aus dem Auto und am Ende fällt dir deine Scheibe raus. Vor allem auf dem Dach treiben sich diese kleinen Schlingel gerne herum und hacken mit ihren Schnäbeln in und auf alles was sie finden. Alex fand es sau lusitg – ich wollte ziemlich schnell weg…

Kurz vor der Milford Lodge noch eine Mini-Wanderung zu The Chasm. Wieder mal ein seltsamer Wasserfall, den man irgendwie nicht beschreiben kann…

Die Nacht haben wir in der Milford Lodge verbracht. Ein Campingplatz an dem es auch Cabins und ein Dorm gibt. Leider allerdings lediglich Powered Campingsites, die wir nicht brauchen aber trotzdem bezahlen mussten. Aber für eine Nacht ist das ja dann auch kein Problem!

Milford Sound Cruise

Über Bookme haben wir noch in Te Anau einen Cruise mit dem Schiff durch den Milford Sound gebucht. Hier haben wieder mal gut gespart und nur 50$ pro Person für eine 1:45 Stunden Tour bezahlt. Wer über das Internet buchen will, sollte das wirklich spätestens in Te Anau machen, weil es im gesamten Milford Gebiet keinerlei Empfang gibt. Wer sich allerdings wegen dem Wetter unsicher ist und etwas Zeit hat, der kann auch direkt vor Ort einen Cruise durch den Milford Sound buchen. So kann man vielleicht warten, bis man gutes Wetter erwischt.

Mitre Peak

Wir hatten dieses Mal absolutes Glück! Keine Wolke stand am Himmel, als wir uns auf das Boot geschwungen haben und unsere Schifffahrt durch den Milford Sound gestartet haben. Mit uns auf dem Boot waren maximal noch 20 andere, so dass es mal wieder eine mega entspannte Angelegenheit war. Winter und die erste Tour des Tages – gute Kombination. Und schon wenn man in den Milford Sound startet und der Mitre Peak wie eine bizarre Nadel aus dem Fjord sticht hat man das Gefühl, dass es ein ganz besonderer Trip wird!

Bilder vom Milford Sound

Wer je nach Neuseeland kommt und im Süden ist darf sich den Milford Sound nicht entgehen lassen. Diese Landschaft ist wohl einmalig. Berge schießen aus dem Boden einfach mal 1800 Meter in die Höhe. Dazu zig Wasserfälle – mal größer, mal kleiner – und natürlich auch die Tierwelt. Delfine haben wir dieses Mal leider nicht gesehen, aber Robben haben sich wieder auf einem Felsen geaalt und die Sonne genossen. Der Milford Sound war ein absolutes Highlight meines bisherigen Neuseeland Trips!

Der Milford Sound ist auch ganz anders als der Doubtful Sound. Er ist nicht so lang, er ist nicht so zurückhaltend schön, sondern ist wie ein pompöser König, der all seine Diamanten und Juwelen angelegt hat, um damit ein großes Fest zu feiern! Doch so unterschiedlich beide sind, so unglaublich schön und faszinierend sind sie auch gleichzeitig!

Zurück auf dem Milford Highway

Da wir den ersten Cruise des Tages gebucht hatten war der Tag noch jung und wir waren gegen 12 Uhr wieder auf dem Milford Highway. Wir wollten noch einige Sachen unterwegs mitnehmen und so war unser erster Halt nach dem Milford Sound an den Humboldt Falls. Die Wanderung dort hin ist kurz (ca. 10 Minuten) aber die Anfahrt geht mal wieder über 17 Kilometer Schotterpiste. Trotzdem würde ich sagen: Auch das hat sich auf jeden Fall rentiert!

Anschließend haben wir direkt dort am Fluss ein kleines Picknick gemacht und weil die Sonne uns ins Gesicht gestrahlt hat wurden wir etwas übermütig. Uns ist war. Da ist ein Fluss. Lass mal die Füße rein hängen. Brrr das Wasser ist so kalt, dass du direkt merkst, wie deine gesamten Adern sich auf ein Minimum zusammen ziehen und deine Blutzirkulation einfach gekappt wird. Kneipp lässt grüßen! Und auch die Sandflys also sind wir wieder zurück Richtung Milford Highway gefahren.

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Lake Marian Track

Bevor wir aber wieder auf diesen gekommen sind wollten wir noch eine Wanderung machen und sind zum Lake Marian aufgestiegen. Dieser Track führt zu erst an einigen Wasserfällen oder Strömungen vorbei (nach all dem was ich bis jetzt gesehen habe würde ich es nicht mehr Wasserfall nennen, aber ich bin vielleicht auch etwas verwöhnt…)

Anschließend geht es ganz gut bergauf. Der Weg ist nicht so gut ausgebaut wie der des Key Summit, aber es ist auch keine Katastrophe. Unser größtes Problem war, dass wir erst um 3 Uhr los gelaufen sind und das ein 3 Stunden hin und zurück Trip ist. Wir hatten also keine Zeit zu verlieren! Nach einigen Kilometern durch den Schnee Fjordlands kamen wir dann oben am See an als die Sonne gerade hinter den Bergen untergegangen ist.

Wie oben schon erwähnt würde ich, wenn ich nur die Zeit für eine Wanderung hätte, den Key Summit bevorzugen. Aber auch diese Wanderung war keinesfalls schlecht. Nur nicht ganz so spektakulär, wie die Alternative!

Kurz nach 6 Uhr waren wir wieder am Auto und sind zurück nach Te Anau und von dort aus wieder nach Manapouri zu Jimmy gefahren. Das Freestone ist einfach das beste Hostel in dem ich wohl je war und warum sollte man dann in ein anderes gehen? Unterwegs gab es noch etwas Abendstimmung, die uns die Fahrt versüßt hat.

Insgesamt kann man sagen, dass wir zwei absolute Traumtage hatten. Das Wetter war so, wie es besser nicht sein könnte. Fjordland ist grundsätzlich einfach nur schön. Die Wanderungen waren nicht zu anstrengend und haben uns jedes mal mit einer tollen Aussicht belohnt. Und der Milford Sound…ja der Milford Sound ist wohl die Perle Fjordlands und einfach ohne Worte!.

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2 Responses to Milford Sound – Perle Fjordlands
  1. Wahnsinnig schön und mal wieder Hammer Bilder! Ich fand auch schon die Fahrt zum Milford total spektakulär….ach, ich will wieder nach Neuseeland! LG Franzi

    • Wir hatten natürlich riesiges Glück mit dem Wetter. Wobei man ja munkelt, dass es kein schlechtes Wetter für den Milford Sound gibt


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