Die Zeit rennt und wir sind viel unterwegs. Seit unserem Horsetrek am Farewell Spit sind wir weit gereist und über Nelson und Picton mit der Fähre wieder nach Wellington auf die Nordinsel gefahren. Von dort aus ging es über Wararapa und Napier weiter nach Norden bis Gisborne auf dem Pacific Coast Highway, den wir eigentlich komplett fahren wollten. Allerdings war die Sicht auf den Pazifischen Ozean leider nur selten vorhanden und so sind wir direkt nach Whakatane und von dort aus nach Rotorua gefahren. Denn hier, im geothermischen Herzen Neuseelands, gibt es so einiges zu tun! Um euch mal einen etwas besseren Überblick zu geben…


Auf gut Deutsch: Viele viele Stunden im Auto! Aber jetzt sind wir ja hier und atmen die schweflige Luft von Rotorua!

Whakarewarewa Thermal Valley – Te Puia

Gestern Vormittag waren wir in Te Puia – dem Whakarewarewa Themral Valley. Dies ist ein geothermisch sehr aktives Gebiet, in dem der Pohuto Geysier ein mal pro Stunde bis zu 30 Meter Wasser in die Luft schießt. Es gibt einige heiße Quellen, Schlammbäder und einen erloschenen Geysier. Da wir bald das Tongariro Crossing machen wollen und Alex aber einige Probleme mit seiner Achilles Sehne hat, gab es für ihn gestern ein Paar neue Wanderschuhe, die wir im Whakarewarewa Thermal Valles super austesten konnten.

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Pohuto Geysier

Als erstes wollten wir natürlich den Geysier sehen. Dieser bricht wie gesagt 1x pro Stunde aus und ich habe ihn schon bei meinem ersten Aufenthalt in Rotorua vom Berg aus gesehen. Das war sehr beeindruckend! Also hin zum Geysier und warten. Warten. Warten. Irgendwann fängt es dann an zu blubbern und zu brodeln, er spuckt immer mehr und dann bricht er ca. 20 Minuten später aus.

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Leider hatten wir nicht das Glück eine hohe Fontäne zu sehen. Ich schätze mal so 8-10 Meter und nicht die erhofften 30. Aber das war nicht wirklich schlimm. Man kann dem Jungen dann ca. 10 Minuten zuschauen, wie er mal mehr und mal weniger hoch das Wasser in die Luft spritzt. Ich war noch nie in Island und von daher war dies der erste Geysier, den ich live in Action gesehen habe.

Mud Pools

Rund um den Geysier gibt es noch einige andere interessante Dinge zu sehen, wie beispielsweise viele Mud Pools. Diese sind mehrere Meter tief un im prinzip blubbernder Schlamm, der durch die Erdwärme so aufgeheizt wird, dass man ihm nicht zu nahe kommen möchte!

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Ihr könnt echt froh sein, dass keine Gerüche über das Internet verbreitet werden können, denn es stinkt hier nach verfaulten Eiern – deluxe. Irgendwann adaptiert die Nase ja Gott sei Dank und man nimmt es nicht mehr wahr, aber am Anfang ist es schon ziemlich hart…

Und überall im Boden gibt es Löcher – mal größer und mal kleiner – aus denen heißer Dampf aufsteigt. Dieser ist wirklich kochend heiß und wenn man die Hand dort hin hält – keine gute Idee. Glaubt mir. Ich hab es versucht…

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Interessant fand ich auch einen traditionellen Maori Garofen, der über einem solchen Loch platziert wurde. Die Maori, die hier rund um Rotorua angesiedelt waren und immer noch sind, haben in diesen Garöfen ihr Essen zubereitet. Fleisch wurde hier 2,5 Stunden lang gekocht und auch Gemüse und andere Speisen lassen sich darin zubereiten. Der Nachteil: Alles schmeckt ziemlich schwefelig, was ehrlich gesagt nicht so wirklich mein Fall ist…

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Kiwi Kiwi Kiwi

In Te Puia gibt es auch ein Kiwi Haus, in dem man – wer hätte es gedacht – einen Kiwi beobachten kann. Da diese nachtaktiv sind und man somit in ein dunkles Haus geht, kann man leider keine Bilder machen. Und da sie sehr scheu sind ist blitzen natürlich absolut nicht erlaubt. Als wir dort waren hat der Kiwi in seiner künstlichen Behausung vor sich hin geschlafen und wir konnten ihn leider nur über die Kamera sehen. Naja. Man kann nicht immer Glück haben.

Am Abend dann sind wir nach Tamaki gefahren. Das ist ein Maori Dorf. Und hier haben wir das komplette Paket bekommen: Begrüßung, Einführung in die verschiedenen Traditionen und Rituale, ich habe einen Haka getanzt und die Maori haben ganz viele Hakas getanzt. Aber dafür habe ich jetzt leider keine Zeit mehr, denn wir fahren weiter in Richtung Taupo und das Waimangu Volcanic Valley. Ich war ja schon dort, aber Alex darf sich das nicht entgehen lassen!

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