Hier sind wir wieder und wir haben es tatsächlich überlebt. Auch wenn der Mount Rinjani uns so einiges abverlangt hat – ehrlich gesagt mehr als wir dachten! Es war hart, nass, unbequem und kalt – aber es war die Anstrengung absolut wert! Fangen wir von vorne an… (und bevor jemand meckert: Die Bilder finden sich alle noch mal unten in groß 😉 )

Krater Mount Rinjani

Anfahrt nach Lombok

Pünktlich um 7 Uhr haben wir uns auf Gili Travangan bei unserer Touristen Information (so heißt hier irgendwie jeder zweite Stand…) eingefunden und wurden dann von unserem Rinjani-Trip Verkäufer zum Hafen begleitet (natürlich erst, nachdem wir ihm den Preis für die 3-Tagestour gezahlt hatten: 1,3 Millionen Indonesische Rupiah – ca 100€). Dort wurden wir dann irgendwann aufgerufen und auf ein Boot geschickt. Macht´s mal gut Jungs. Moment – wie geht’s denn weiter wenn wir ankommen? Oooops – zu spät. Also saßen wir auf einem picke packe vollen Schiff in Richtung Lombok. Malaria Tablette gegessen? Jo! Alles gut.

DCIM101GOPROIn Pawenang (???) angekommen standen wir dann irgendwie ziemlich planlos da und haben unser Voucher herumgezeigt, bis jemand genickt hat und es uns aus der Hand genommen hat. Äääh hallo? Naja, er hat uns dann zu einem Driver (so heißt hier jeder, der Kupplung und Gaspedal auseinander halten kann) geschleppt und mit uns kam noch Sofi aus Aaaaarchentina. Eigentlich sollten 2 deutsche Mädels mit uns reisen, aber das ist ja nicht unser Problem…

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Es ging schließlich ca. 90 Minuten (es können auch 60 gewesen sein – wer weiß das schon) quer über die Insel. Unser Driver natürlich nicht mal 1 Wort Englisch gesprochen. Helau. Irgendwann ist er dann irgendwo abgebogen und wir wurden aus dem Wagen gewunken. Was los? Aaaah Breakfast. Cool. Rucksäcke lassen wir im Auto, es geht ja dann weiter. Also schön einen Bananenpfannkuchen gemampft und hmm hey wo ist denn der Driver hin? Und unsere Rucksäcke? Hallo? Panik? Wir also leicht erregt mal mit dem Kollegen im Lokal gesprochen: Ooooh. Your luggage was still in the car? No problem. I will call him! Alles immer „no problem“ hier – das ist sehr angenehm.

mount-rinjaniKurz noch ein paar Bilder von der Aussicht geknipst und dann kamen zwei Boys mit dem Roller an und hatten unsere Monsterrucksäcke geladen. Sofi hatte genau einen hmmm sagen wir Stoff-Schulrucksack dabei. What more will I need? Vielleicht eine Jacke oder richtige Schuhe? It´s okay! Na dann…(egal, was ihr hier später lest: Ich war froh um meine Wanderschuhe. Egal, ob bergauf oder bergab: Nur mit Stoffschuhen wie Sofi würde ich absolut niemandem empfehlen!)

DCIM101GOPROIch musste noch schnell meine Rucksäcke umpacken und wurde mit den Worten „Hey Andy, we are waiting for you!“ unterstützt. Hier habe ich gleich mal zwei richtig schwerwiegende Fehler gemacht, aber dazu später mehr. Wir wurden dann alle drei auf die Ladefläche eines Pickups gesetzt und los gings zum Starting Poing. Sofi hatte sich noch irgendwo her eine Jacke besorgt und obwohl sie nur eine 2-Tages Tour auf den Rinjani gebucht hatte und wir 3 Tage sollten wir wohl zusammen los. We are already late. Rest of the group already walking! Na dann mal keine Zeit verlieren und rein in den Anstieg!

Der Aufstieg zum Mount Rinjani – Heidewitzka Herr Kapitän!

Unser Träger Adi

Unser Träger Adi

Nachdem wir unsere offiziellen „Rinjani-Besteiger“ Ausweise erhalten haben gab es noch einen Träger dazu. Leute – diese Typen sind der absolute Wahnsinn. Die latschen da in Flip Flops oder Barfuß 3000 Höhenmeter nach oben, auf den Schultern eine Bambusstange mit je einem Korb voller Nahrungsmittel, Kochutensilien, Zelten, Isomatten oder Rucksäcken den Berg hoch als wäre es das normalste der Welt. Vor diesen Jungs kann man echt nur den Hut ziehen. Unser Porter hieß übrigens Adi – Englischkenntnisse: 0

Hier gehts los: Der Aufstieg zum Rinjani

Hier gehts los: Der Aufstieg zum Rinjani

Rein in den Anstieg. Rein ins Abenteuer Rinjani. Hoch auf den Berg. Und der Rinjani hat uns direkt sehr deutlich gemacht, dass mit ihm nicht zu spaßen ist. Als wir unseren Tourverkäufer gefragt haben, ob das anstrengend ist und man irgendwie trainiert sein muss kam (wie von jedem Indonesier und vor allem von jedem Verkäufer) nur: Nooo, it´s easy! Da hat er uns ganz schön was erzählt. Denn der Aufstieg zum Rinjani ist alles andere als easy. Am ersten Tag geht es satte 2000 Höhenmeter nach oben. 2000!!! Auf ca. 15km Strecke. Wer mal den Jochberg hochmarschiert ist, der weiß was steil in etwa bedeutet. Und wir haben erfahren, dass es den Rinjani konstant so steil nach oben geht, wie den Jochberg an seinen wirklich knackigen Stellen.

Diese Furchen gab es überall. Warum nur?

Diese Furchen gab es überall. Warum nur?

Dazu kommt noch, dass der Weg nicht wie in den Alpen aus Steinen besteht, sondern einfach Lehm ist. Oder Dreck. Und Wurzeln. Und dann habe ich mich immer gefragt, warum des Öfteren mitten im Weg so eine Art Treppe ist. Also da war immer so eine ca. 15 cm breite Schneise mit Stufen. Oh, das is aber nett. Da hat einer eine Treppe gebaut. Ich sollte sehr schnell eines Besseren belehrt werden…

Beim Aufstieg zum Rinjani gibt es mehrere Restpoints, also

  • Position 1
  • Extra Position
  • Position 2
  • Position 3
  • Position 4
  • Camp am Krater

Den ersten Restpoint haben wir nach ca. 35 – 40 Minuten erreicht (sorry Leute – ich habe nie auf die Uhr geschaut. Ich hab ja auch keine…). Beim Einstieg meinte Steffen noch so lapidar: Thank god it´s not so hot today – und Sofi und ich haben fleißig genickt. Am Arsch! Durch die Luftfeuchtigkeit und die naja „milden“ 26-28 Grad lernt man sehr schnell, wie man so schwitzen kann. Also so richtig schwitzen kann. Ich musste alle 10 Meter meine Brille hoch schieben, weil sie mir von der Nase gerutscht ist. Und natürlich ist dein T-Shirt auch einfach nur nass. Das ist alles okay, so lange bis…

Der Regen kommt

Hier war noch alles gut...

Hier war noch alles gut…

Und zwar am ersten Restpoint, als wir gerade aufbrechen wollten, habe ich mich gefragt, warum unser Träger eine der Isomatten abgespannt hatte und quer über alles (incl. sich selbst) gelegt hat. Kurz die Ohren auf gemacht: Oh, es geht los! Also schnell das Regen Cover über den Rucksack gespannt, Regenjacke und Kappe angezogen. Hey man – ich hab eine NorthFace Hyvent mit 25.000er Wassersäule. Die soll mal zeigen was sie kann! Und meine Schuhe sind eh Wasserdicht. Also egal. Warm ist es, das Shirt unter der Jacke zwar nass und das macht es ziemlich igitt, aber es wäre ja auch langweilig, wenn alles so einfach wäre.

mount-rinjani-14

Unser Guide – Name vergessen 🙁

Bis zur Extra Position hielt sich alles in Grenzen. Es war angenehm, da es etwas abkühlte und der Wald ziemlich viel abhält. Ach ja so nebenbei bis zur Baumgrenze komplett durch Regenwald. Es wäre sau beeindruckend, wenn man die Zeit und Muße hätte mal hin zu sehen, aber da man ja diese 50.000 Stufen Treppe hochstapft und wegen Lehm, Dreck, Wurzeln etc. jeder Schritt halbwegs passen muss hat man da nicht so die Augen für. So also an der Extra Position hat uns der Mount Rinjani dann mal so gezeigt was er drauf hat. Und das ist ziemlich viel Wasser. Es hat gepisst, als würde jemand wirklich eimerweise Wasser über dich schütten. Das war so krass. Vielleicht habt ihr mein Regenvideo neulich auf Facebook gesehen – forget it. Nehmt das mal 3 und dann kommt das in etwa hin. Und der Regen erklärt übrigens auch die Furchen, die ich oben beschrieben hatte: er gräbt sich in die Wege und baut sich kleine Flussbette….außer es kommt so viel, dass diese nicht mehr reichen.

Da wir aber natürlich nicht einfach Pause machen konnten um den Regen auszusitzen (kurz durchgerechnet: der Aufstieg dauert 6-7 Stunden und um 6 Uhr geht die Sonne unter…) mussten wir weiter. Und was dann kam war einfach zu krass. Ohne jetzt zu übertreiben: Wir sind quasi einen Bach nach oben gelaufen, denn das Wasser kam den Weg runter geschossen, als wäre der nicht zum Laufen gedacht, sondern einfach ein Flussbett. Und was helfen dir wasserdichte Schuhe, wenn von oben einfach alles rein läuft? Nichts. Die Füße und Socken und Schuhe waren einfach nass. Und zwar nicht nur ein bißchen: man konnte das Wasser einfach heraus kippen! Und die Regenjacke? Hahaha. Einfach nicht fragen. Wir waren alle nass bis auf die Unterhose und zwar wortwörtlich! Bilder habe ich keine – ich wollte die Kamera nicht auspacken. Aber irgendwann gibt´s ein Video – GoPro macht es möglich!

Über den Wolken. Und komplett Nass

Über den Wolken. Und komplett Nass

Und jetzt kommt die entscheidende Frage: Hält das Regencover vom Rucksack? Bleibt alles trocken? Und hier kommen wir zu meinem ersten Packfehler: Ich hatte noch überlegt, ob ich IN meinen Rucksack eine Mülltüte lege und dort meine ganzen Sachen hinein stopfe. Habe ich nicht gemacht. Leute: Wenn ihr da hoch geht und es nur die minimalste Chance gibt, dass es regnet: tut es! Denn das Regencover alleine reicht nicht! Dazu später mehr…

Soooo steil gehts aufwärts

Soooo steil gehts aufwärts

Also immer weiter, immer weiter. Und der Weg wird nicht leichter. Es ist sack steil. Permanent und ohne Pause. Wir kämpfen uns vor zu Restpoint 2 wo es dann erst mal Essen gab und wir unseren Guide und den Rest unserer Gruppe getroffen haben. Weiter zu Position 3 und  4 und bevor es dann zum Camp geht hat man irgendwann die Baumgrenze erreicht und ist über den Wolken. Es klart auf und der Regen ist weg. Gott sei Dank. Aber bis dahin ist eh schon alles verloren um es ganz ehrlich zu sagen. Der Rinjani hat dir schon so eine rein geknallt, dass du dich nicht mehr davon erholst! Dafür belohnt er dich mit einer Aussicht – Wahnsinn.

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Vom letzten Restpoint gings dann hoch zum Lager. Und zwar noch mal so richtig RICHTIG steil. Alter Verwalter. Ich geb es zu: ich ging absolut auf dem letzten Zylinder. Kaum noch Kontrolle in den Beinen, Konzentration am Nullpunkt. Vollkommen unterzuckert (egal wie viele Kekse die dir unterwegs rein schieben) und körperlich einfach total am Ende. Ich merke, dass ich keinen Sport mehr mache der die Beinmuskulatur beansprucht und dass ich dieses Jahr auch noch nicht in den Alpen unterwegs war. Egal. Geschafft. Wir sind am Camp. Und das liegt direkt am Krater. Denn der befindet sich nicht am Gipfel, sondern etwas unterhalb. Und in diesem Krater ist ein See und dann denkst du nur noch du kriegst die Tür nicht zu. Eine Aussicht – sagenhaft.

mount-rinjani-panorama-2

Leider ging die Sonne sehr schnell unter und es ging dann hauptsächlich darum in die Zelte zu kommen und trockene Klamotten anzuziehen. Raus aus dem pitsche patsche nassen Zeug. Denn: Auch wenn es unten noch schön warm war: hier oben war es doch ziemlich zügig. Ich schätze mal so um die 10 Grad, dazu ein angenehmer Wind, nasse Klamotten – ihr wisst was ich meine. Und dann die Stoßgebete: Bitte lieber Gott mach, dass meine Sachen trocken sind. Da hat der liebe Gott nur gelacht. Aber es war nicht allzu schlimm. Es war etwas feucht oder klamm. Das geht. Okay, das war nur die oberste Schicht und je tiefer ich kam umso schlimmer wurde es.

Und da die Luft auch im Camp nicht gerade trocken war, wurde uns eines bewusst: weder Schuhe noch Jacke oder sonst irgendwas wird hier über Nacht trocknen! Und das ist natürlich der Supergau. Und dann komme ich zu meinem Packfehler Nummer 2: Ich hatte eine Regen- und eine Fleece Jacke. Nehme ich beide mit? Ach Quatsch: Die Regenjacke muss reichen. Ich stand also da und hatte nur eine komplett nasse Regenjacke und ein halbwegs trockenes T-Shirt. Fuuuuck! Also mein Mikrofaser Handtuch genommen und umgehängt. Trockene Unterhose? Gibbet nicht.

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Im Zelt habe ich dann einfach alle Klamotten genommen und oben unter das Dach in eine Netz gehängt. Vielleicht wird ja irgendwie irgendwas trocken. Und dann habe ich die Iso Matte ausgerollt und festgestellt: Hier werde ich keine Sekunde schlafen. Denn das Zelt steht auf Steinen und davon spürst du jeden einzelnen. Ich bin nicht wirklich die Prinzessin auf der Erbse – aber das war schon eine Tortur! Letztlich habe ich in etwa 1-2 Stunden geschlafen und den Rest der Zeit habe ich mich im 10-Minuten Rhythmus um die eigene Achse gedreht. Aber es ging nicht nur mir so – es ging jedem so.

Das Camp am Krater des Rinjani

Das Camp am Krater des Rinjani

Nach dem Abendessen haben wir dann besprochen, was wir machen. Und dann kam Steffen mit einer Idee, an die ich noch nicht gedacht hatte. Der Normale Ablauf der 3-Tages Rinjani Tour ist wie folgt:

  • Erster Tag: Aufstieg zum Rinjani Krater und zum Camp
  • Zweiter Tag: Abstieg zum Kratersee, etwas plaschen, wieder Aufstieg zum Camp
  • Dritter Tag: um 2 Uhr aufstehen, los zum Gipfel und dann der Abstieg

mount-rinjani-8Aber mit meinen Klamotten (Steffen war so schlau und hat alles noch mal in eine Tüte gepackt. Respekt, beim Bund lernt man wohl doch sinnvolle Sachen) – ziemlich unmöglich. Also meinte er, dass wir einfach am nächsten Tag mit Sofi wieder nach unten steigen, von Lombok aus wieder nach Bali fahren anstatt nach Kuta auf Lombok und dann ganz im Süden auf der Halbinsel unsere letzten Tage verbringen. Das würde dann auch den Weg zum Flughafen eminent vereinfachen, da wir nicht mehr komplett die Tour machen müssten.

Okay, sounds like a plan. Also Licht aus, versuchen irgendwie an Schlaf zu kommen (was ja wie oben beschrieben nicht funktioniert hat) und dann morgen um 6 Uhr aufstehen: Wehe der Sonnenaufgang wird nicht sensationell! Ich hab schließlich mein scheiss Stativ den ganzen Berg hoch geschleppt!

Nebel. Aber frage nicht wie

Nebel. Aber frage nicht wie

Wurde er nicht. Nicht ein bißchen. Es war einfach neblig. Und über Nacht wurden meine ganzen Klamotten, die ich unter dem Zeltdach aufgehängt hatte noch viel nasser. Steeeeeffeeeenn, kannst du mir vielleicht ne Unterhose borgen? Daaaanke! Also gut, uns bleibt nichts anderes übrig: wir steigen mit Sofi wieder runter. Es ist echt schade, aber leider alternativlos. Der Rinjani hat uns in die Knie gezwungen. Oder anders gesagt

Rinjani 1 :  Wir 0

Der Abstieg vom Mount Rinjani

Ich habe erst noch versucht, meine halbwegs trockenen Socken halbwegs trocken zu halten. Und habe mir so kleine Plastiktüten über die Socken gezogen. Hat sich als nicht erstrebenswert erwiesen. Also mit den trockenen Socken in die nassen Schuhe. Wer hat was von trockenen Socken erzählt? Meine Jacke war Gott sei Dank nicht mehr komplett nass und als Hose habe ich dann einfach meine Badeshort angezogen – was solls! Meine gute Boulderhose, die ich für den Aufstieg verwendet habe, tropft übrigens immer noch!

Sofi - noch am Lachen...

Sofi – noch am Lachen…

Gut. Hallo Guide, wir geben auf und latschen runter. Ja, sehr nett, dass du uns einige Träger mit gibst und ja, wir halten uns an die Gruppe. Kein Ding. Und dann rein in den Abstieg. Ich hatte mir schon am Vortag gedacht: Meine Knie werden explodieren, wenn ich da runter muss. Insgesamt sind wir 5 Stunden lang so steil den Berg abgestiegen, wie wir ihn hochgelaufen sind. Diesmal ohne Bach, aber dafür richtig richtig rutschig. Jeden von uns hat es mindestens einmal hingebrettert. Jeden von uns? Nein. Die Träger latschen da mit ihren Flip Flops runter – oder rennen (und das ist kein Scherz – die rennen!!!), als wäre es das normalste der Welt. In jeder Pause schnell 3 Kippen rein (No Cigarette – No Power) und weiter geht’s. Diese Typen sind so irre.

Und auch heute am Abstieg hat mir der Rinjani ganz klar meine Grenzen aufgezeigt. Spätestens an der Extra Position war ich komplett leer. Tilt. Ich bin gelaufen wir ein Besoffener mit Autopilot. Ich konnte einfach nicht mehr. Meine Knie haben geschlottert, ich war froh, wenn ich einen Schritt nach dem anderen setzen konnte und Gott war ich froh, als wir unten wieder heil ankamen. Geregnet hat es natüüüürlich auch, aber es hielt sich in Grenzen. Da wollen wir mal nicht meckern.

Bilder vom Mount Rinjani

Geschafft: Endlich unten. Aber wie geht’s bitte weiter?

So aber jetzt. Was ist eigentlich jetzt? Also unsere großen Backpacks haben wir ja da bei dem Breakfast Dingsbums gelassen. Weiß jemand wie das hieß? Öööhm nein? Keiner? Scheisse. Und nein, ich werde da auch nicht hin laufen. Ich laufe keinen Meter mehr! Mal schnell einen unserer Träger gefragt (der Junge so frisch, als würde er am liebsten gleich wieder hoch marschieren): No Problem, I call Boss! Danke! Danke! Danke! Und der Boss hat uns dann einen Driver geschickt. Der hat uns wieder zu unserem Gepäck gefahren und dort haben dann einige aus unserer Gruppe (die gestern die Langsamsten waren, aber pssscht!!!) schon auf uns gewartet. Weil ohne uns gibt’s keinen Lunch (unser Träger hatte das Essen hihihi).

So, wie geht’s jetzt eigentlich weiter? Hmmm. Also ja wir brauchen einen Fahrer, der uns zum Boot bringt. Ach ihr habt schon einen gerufen? Cool. Gibt’s da noch Platz für uns? Naja, also wenn man die Sitze durchzählt eigentlich nicht, aber hey, wir sind hier in Indonesien! Da geht alles! Also rein in die Kiste und dann kommt mir so: hmm bei der Hinfahrt habe ich irgendwie ein Schild gelesen, dass unser Speedboat gar nicht mehr da An/Ablegt, wo alle anderen fahren. Und sag mal: fährt heute überhaupt noch eines?

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Hey Driver, check das mal aus! Er also auf seinem geilen 90er Jahre Handy erst zig mal versucht seine SIM Karte beim Fahren und Hupen einzulegen, bis er dann irgendwo entnervt angehalten hat und ihm ein Mädel so um die 15 (seine Tochter?) ihr funktionierendes Handy aus den frühen 2000ern gegeben hat. Hello, hello…no Marina today? Only tomorrow? Okay. Damnit. Kein Boot mehr heute. Aber es gibt eine Alternative, die kostet uns nur 450.000 pro Person. Warte mal…wir haben zu zweit für Hin- und Rückticket 350.000 gezahlt – will er mich verjohlen oder was? Neee, dann bleiben wir lieber noch eine Nacht in Lombok.

Und hier sind wir also. In unserem Urgemütlichen 18€ die Nacht Zimmer (Sir, look! AC and hot water!) und versuchen uns den Rinjani aus den Wadeln zu kneten. Die Wäscheleine ist quer durchs Zimmer gehängt und wir versuchen alles halbwegs trocken zu bekommen. Egal ob das klappt oder nicht: morgen muss ich erst mal zur Laundry. Alles stinkt! Und draußen, oh Wunder, pisst es wie aus Kübeln..

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2 Responses to Mount Rinjani – 3 Tage auf den Vulkan (oder auch nicht)
  1. das ist ja mal eine hammer story!!! aber die bilder — da bekommt man gänsehaut!
    respekt!!

    • Es war auch ein hammer Trip. Und jeder sollte es machen der irgendwie die Chance hat, denn es ist nicht wirklich möglich die Aussicht in Bildern festzuhalten.


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