Heute war wieder mal ein relativ geschäftiger Tag: wir sind von Lovina nach Padang Bay gefahren, von wo aus wir morgen auf die Gili Islands fahren. Aber vorher haben wir noch eine Runde Sightseeing rund um Lovina gemacht.

Sightseeing rund um Lovina

Lovina selbst bietet ja außer einer Delphinstatue nicht wirklich viel sehenswertes. Aber in der direkten Umgebung gibt es einige Dinge, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Da wir eh einen Fahrer für den ganzen Tag gebucht haben, haben wir unsere Überfahrt von Lovina nach Padang noch mit einigen Zwischenstops garniert und auch mal etwas Kultur mitgenommen.

Hot Springs

Die Hot Springs sind natürliche heiße Quellen, die leicht schwefelhaltig sind und in drei verschiedenen Becken aufgefangen werden. Also rein in die Badehose und dann ab in das 38° warme Wasser. Absolut empfehlenswert, für jeden, der in Lovina einen Aufenthalt hat. Das Wasser kommt im obersten Becken aus 7 Naga Statuen und sorgt schon mal für eine angenehme Massage. Im dritten Becken dann fällt der Wasserstrahl einige Meter nach unten und hat überraschend viel Kraft – das zieht ganz schön, vor allem wenn man einen Sonnenbrand hat (wie Steffen) oder noch immer unter dieser balinesischen Massage leidet (wie ich).

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Budhi Tempel

Ein nicht wirklich großer aber sehr sehr schöner Tempel mit verschiedenen Gebäuden. Ich weiß nicht warum (denn ich bin eigentlich absolut unspirituell), aber sobald ich einen buddhistischen Tempel betrete erfasst mich eine innere Ruhe, wie ich sie sonst kaum kenne. Alles fällt ab, alles ist ruhig und im Gleichgewicht. Wenn ich nicht bei jedem Schnitzel Angst haben müsste die dritte Reinkarnation meiner Großtante vierten Grades zu essen, würde ich glatt Buddhist werden…

Gitgit Wasserfall

Irgendwo im Nirgendwo rauscht das Wasser irgendwas um die 15-20 Meter in die Tiefe. Bitte nagelt mich nicht auf die Höhe fest – schätzen ist absolut nicht mein Ding! Auf jeden Fall ist es ziemlich spektakulär und auch das sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man in Lovina ist. Bevor man jedoch dort hin kommt muss man ca. 500 Meter laufen, da man nicht mit dem Fahrzeug dort hin fahren kann. Beim typisch balinesischen Wetter ist das schon nicht ohne 😛

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White Sand Beach

Schließlich waren wir noch am White Sand Beach. Ein absoluter Traumstrand mit blendend weißem Sand (sieht man auf den Bildern leider nicht ganz so) und dazu noch ziemlich verlassen und nicht überlaufen. Könnte daran liegen, dass er etwas außerhalb der zivilisierten Welt liegt und man wirklich eine relativ holprige Anfahrt hat bzw. das letzte Stück gar nicht mit dem Auto befahrbar ist, sondern per Pedes zurück gelegt werden muss.

Padang Bay

Padang Bay selbst ist eigentlich hauptsächlich der Zwischenstop für alle, die auf die Gilis wollen. Hier herrscht typische Backpacker Atmosphäre. Alles ist easy, alles ist gechillt. Der Hauptstrand ziemlich nicht schön, aber wenn man einige Meter läuft kommt man zur Blue Lagoon, die absolut in Ordnung ist. Die Bars und Restaurants am Strand sehen gut aus und ich bin gespannt, was wir heute Abend essen. Ein Lokal hatte auf jeden Fall die Speisen des Tages groß angekündigt: Cordon Bleu mit Kartoffelbrei oder Schnitzel mit Bratkartoffeln. Willkommen in Indonesien!

Und sonst so?

Spezialisten wie wir sind haben wir beide unsere Handy Ladekabel im Hotel in Lovina vergessen. Ich habe noch ein Ersatzkabel dabei aber Steffen nicht und deshalb ist er gestern noch direkt mit einem Roller in die „Stadt“ gefahren, um sich für 7 € ein iPhone Ladegerät zu besorgen. Wäre ich nur mal mit, denn mein Ersatzlader hat wohl einen Wackelkontakt, was so viel bedeutet wie: mal laden, mal nicht. Und am Ende einfach Handy leer…

Gestern Abend waren wir dann noch in einer richtigen Kaschemme. Live Musik, Alkohol und ein guter Mix aus Backpackern und Einheimischen. Wir haben viele Leute aus Australien, England und Kanada kennengelernt und einen Balinesen, der Deutsch mit einem dicken Allgäuer Dialekt spricht – erlebt man auch nicht alle Tage. Und einer der Engländer war ein stattlicher junger Herr von ca. 65 Jahren, dicker Stoke City Fan und super gut drauf (er hat dann auch noch mit der Band gesungen und jeder fragte sich: whyyy whyyy whyyyyyy Delaila?!?!?). Und als die Spelunke dann zu gemacht hat, jat dieser Kollege plötzlich einen Bus vorgefahren, in den die ganzen Mädels aus Kanada eingestiegen sind. Frei nach dem Motto: Tragt mich zum Auto, ich fahr dann heim. Ich hoffe, ihr seid alle gut nach Hause gekommen!

Der Abend war bisher der wohl lustigste und ich denke, jetzt sind wir wirklich im Backpacker Leben auf Indonesien angekommen. Alles ist entspannt, hat mit Massentourismus (gut, Massen hatten wir ja vor allem in Lovina eh nicht…) rein gar nichts mehr zu tun und heute setzen wir dann auf die Gilis über. Das wollten wir eigentlich mit der Fähre machen (kostet 100.000) und nicht mit dem Speedboat (kostet normal 500.000). Aber Steffen hat sich gestern einen der Einheimischen gekrallt und für uns einen super Deal heraus gehandelt. Deshalb fahren wir jetzt mit dem Speed Boot für 350.000 – hin und wann immer wir wollen zurück. Das ist mal okay.

Und letztendlich hatte ich heute Nacht noch meinen ersten Verdauungsunfall. Ich weiß nicht, ob es das Essen war oder der einheimische Rum (der Cuba Libre ist hier so stark – das geht auf keine Kuhhaut) oder einfach irgendwas anderes. Auf jeden Fall habe ich kniend den weißen Porzellangott angebetet. Zwei Mal. Hoffentlich wars das und heute wird wieder alles gut. Aber es wird ja eh alles gut. Da habe ich wohl in letzter Zeit schon schlimmeres überlebt 😉

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